Review: RAM FR 1.0 Longboard schwarz/blau/weiß 2015 im Test

Jo, das gute alte FR 1.0 Board von RAM… so ziemlich eines der beliebtesten Geburtstagsgeschenke für 12-17 jährige Kids, meist von ihren Eltern (sorry, ist jetzt nicht zynisch oder böse gemeint, sondern einfach unsere Erfahrung). Wir haben es für euch ausgiebig und vor allem ehrlich unter die Lupe genommen. Solltet ihr euch das Longboard gekauft haben, checkt unbedingt die dazu passenden Longboard Strecken bei uns aus – ihr werden mit dem Board kombiniert mit der richtigen Longboard Strecke ein unvergleichliches Snowboard Feeling erleben!

Kurz & Knapp - für alle, die keine Zeit zum Lesen haben:

  • Anfänger-Longboard. Wirklich NUR für Anfänger.
  • Geeignet fürs gemütliche Herumfahren / Cruisen
  • Nicht geeignet für Bergabfahrten / Downhill
  • Nicht geeignet zum Sliden (Bremsvariante für Profis, in der das Board quer zum Abhang gestellt wird)
  • Rollt mit einem Mal Anschubsen / Pushen etwa 33% so weit wie ein Profiboard für > 200 Eur
  • Schön leise


Für alle Eltern:

Das RAM FR 1.0 Longboard ist für euer Kind geeignet, wenn…

  • … euer Kind kompletter Longboard Anfänger ist
  • … euer Kind zwar früher mal Skateboard aber noch nie Longboard gefahren ist
  • … ihr selbst früher einmal Skateboard gefahren seid und in Wahrheit nur einen Vorwand sucht, um euch selbst ein Longboard zu holen
  • … ihr möchtet, dass euer Kind mehr von A nach B mit dem neuen Board fährt und nicht steile Berge waghalsig runterheizt (dafür ist das Board nämlich nicht geeignet, kommt ins Wackeln etc.)
  • … euer Kind so in etwa zwischen 12 – 17 Jahre alt ist

Das RAM FR 1.0 ist NICHT für euer Kind geeignet, wenn…

  • … euer Kind schon etwas Longboard Erfahrung hat
  • … euer Kind vor diesem Board bereits ein anderes Longboard in Gebrauch hatte
  • … ihr bereits beobachtet habt, dass euer Kind durch Querstellen des Boards bremsen (Sliden) kann
  • … euer Kind verstärkt Berge herunterfährt und das Board nicht zum Umherfahren (Cruisen) nutzt

Jo, liebe besorgte Eltern 😉 : Nicht vergessen, eurem Kind zum RAM FR 1.0 gleich einen Longboard Helm mit zu schenken!

 

So wird das RAM FR 1.0 sein, wenn ihr es auspackt: 

  • Das Longboard ist eher „wackelig“ verpackt, passt etwas auf damit ihr es nicht in der Verpackung aus Versehen beschädigt.
  • Die Lenkung wird ziemlich steif eingestellt sein, bei manchen auch mit einem leichten Zug nach rechts oder links. Ihr braucht ein Skateboard Tool / Longboard Tool, um die Schrauben an der Lenkung etwas weicher einzustellen (wenn ihr das möchtet). Ist die Lenkung hart, steht ihr sicherer (gut für den Anfang) – dafür ist das Longboard dann auch weniger wendig und weniger geschmeidig in den Kurven, ihr müsst also fester lenken.
  • Die Plastikfolie ist auch unter den Deckschrauben vorhanden – ihr müsst diese etwas lösen, um die Plastikfolie darunter zu entfernen. Ansonsten habt ihr unschöne Plastikfolienreste an euren Deckschrauben.

So wird euer neues RAM FR 1.0 rollen

Einmal Pushen und ihr rollt auf ebener Strecke etwa 33% so schnell / so weit wie mit einem Profiboard.

Das ist euch zu langsam? Dann legt lieber nochmal einen Hunderter obendrauf und holt euch gleich ein Profiboard – wer etwas mehr damit fahren möchte und vor allem wer viel auf ebenen Strecken fährt (z. B. weil ihr aus dem flachen Nordwest-Deutschland kommt), für den wird ein Profi-Longboard WESENTLICH mehr Fahrspaß bedeuten. Einfach weil ihr mit einmal Pushen etwa dreimal so weit vorwärts kommt.

Woran liegt das? Vor allem an den eher unterdurchschnittlich bis schlechten Kugellagern, die in dem Board verbaut sind.

Je nachdem, wie schwer ihr seid, welchen Untergrund ihr fahrt und wie ihr fahrt können sich die Rollen des RAM FR 1.0s vergleichsweise recht schnell abnutzen.

Für alle, die früher mal Skateboard gefahren sind und für die das RAM FR 1.0 jetzt das erste Longboard sein wird: 

  • Ab Schuhgröße 44 in etwa werden eure Füße an den Rändern des Boards hervorstehen – beachtet das beim Fahren. Es wird erstmal etwas ungewohnt sein.
  • Das RAM FR 1.0 Longboard hat keine Nose und auch keinen wirklichen Tail, man tritt in den Kurven gefühlt „ins Leere“ – hier müsst ihr euch auch erstmal umgewöhnen.
  • Das Longboard ist nicht für Tricks geeignet, sondern damit ihr damit gechillt über lange Strecken hinweg cruisen könnt – wenn ihr Tricks machen wollt, könnt ihr höchstens etwas Longboard Dancen lernen. Ansonsten ist das Longboard nicht für Tricks ausgelegt.

Das Beste zuletzt: Investiere nur 20 Euro und dein neues RAM FR 1.0 Board wird gefühlt doppelt so weit rollen
So geht’s: Wechsle die Kugellager aus und ersetze sie durch hochwertige, neue Kugellager wie z. B. von SKF. Schon hast du für ein geringes Budget ein flüssig rollendes Longboard – klar nicht vergleichbar mit einem nagelneuem Longboard, aber mit einem meist besserem Preis-Leistungsverhältnis im Vergleich zum Kauf eines neuen Anfängerboards.

Viel Spaß mit eurem neuen Longboard wünschen wir euch!!

 

P.S.:

> Wenn du mit diesem Longboard von A nach B fährst, macht das Spaß und ist nett. Wenn du aber mit diesem Longboard eine richtig gute Longboardstrecke in deiner Nähe fährst, wirst du ein unvergleichliches Gefühl erleben: Es fühlt sich an, als ob du mühelos und ohne zu Pushen dich wie auf Puder entlangcruisen lassen kannst – wir nennen dieses Gefühl: Snowboard Feeling. <

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